Wenn es um eine Wette zwischen zwei Personen geht ist es recht einfach – zwei Parteien, ein Einsatz. Bei Sportwetten läuft die Sache ein bisschen anders ab. Der Begriff Wettquoten ist wohl allen bekannt. Je höher die Quote, desto unwahrscheinlicher das Auskommen.  Was bedeutet dieser Begriff aber wirklich? Und woraus stellt sich eine Wettquote überhaupt zusammen?

Die Entstehung von Wettquoten

Jeder Buchmacher muss die Quote nach dem Wahrscheinlichkeitsgrad des Ausgangs erstellen. Zunächst muss er diesen Wahrscheinlichkeitsgrad einschätzen. Er nutzt verschiedene umfangreiche statistische Daten und aufgrund der vorangegangenen Spiele zweier Mannschaften muss er zusehen, dass er die vorliegenden Daten so gut wie möglich interpretiert und demgemäß die Wettquote bestimmt.

Normalerweise werden diese Wettquoten als eine Dezimalzahl gezeigt. Die Ereignisse die vorkommen sind 1, 2 und 0. Manchmal wird die 0 durch das x. Die 1 bezeichnet den Heimsieg, die 2 den Auswärtssieg und das x steht für unentschieden. Wer auf den Heimsieg wetten möchte, muss also die 1 wählen. Diese drei genannten Prozentzahlen müssen zusammen je nach Anteil 100 Prozent ergeben. Dies hilft den Buchmachern letztendlich die Fairquote (FQ)zu erstellt. Dafür gibt es eine feste Formel: 1 / W = Q, wobei W für Wahrscheinlichkeit und Q für Quote steht. Da der Buchmacher hiermit nicht viel verdienen würde, multipliziert er diesen Betrag mit einer Summe kleiner als die 1 abhängig davon, wie viel er verdienen möchte. So bekommt er die reale Quote (RQ).

Beispiele:

Heimsieg: 60% / 0,6  Unentschieden:  25% / 0,25  Auswärtssieg: 15% / 0,15

FQ: Heimquote = 1 / 0,6 = 1,67 Unentschieden = 1 / 0,25 = 4 Auswärtssieg = 1 / 0,15 = 6,67

RQ: Heimquote = 1,67 x 0,9 = 1,503 Unentschieden = 4 x 0,9 = 3,6 Auswärtssieg =  6,67 x 0,9 = 6

Was passiert, wenn sich Wettquoten ändern?

Ab und zu kann auch dazu kommen, dass sich die Wettquoten in der Zwischenzeit verändern. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein: Spieler können ausfallen, es kann zu einer anderen Teamaufstellung kommen, das Verlustrisiko kann dermaßen wachsen, dass man die Quoten verändert. Wenn der Tipp jedoch schon eingegeben wurde, kommt es zu keiner Veränderung. Die Regel gilt nur für noch nicht gesetzte Wetten.

Live Spielen = live Quoten ändern

Live-Wetten gibt es auch. Bei solchen werden die Wettquoten ständig verändert abhängig davon, wie sich das Spiel und die Bedingungen ändern. Neue Tipps werden ständig abgegeben und letztendlich verdienen die Buchmacher nur wenig Geld. Auch für die Spieler geht es meist um kleinere Summen, da man im Laufe des Spieles den Zustand verfolgen kann, und auf verschiedene Ausgänge setzen, um sich einen Gewinn zu sichern.

Wettquoten ermitteln und erstellen – wissenschaftliche Arbeit?

Abschließend kann man feststellen, dass die Ermittlung von Wettquoten alles andere als leicht ist. Die Buchmacher haben viel um die Ohren. Am Ende müssen sie einen Gewinn erzielen, denn ansonsten hätten sie keine Chance, am Markt bestehen zu bleiben. Je schneller man sein Geld auf etwas setzt, desto mehr kann man einkassieren. Wer zu lange wartet, kann kaum auf einen großen Gewinn hoffen.